Demenz — ein schleichender Prozess

23.3.2018 | „Demenz — ein schleichender Prozess“ — Die unter dieser Überschrift angebotene Informationsveranstaltung im Margaretha-Flesch-Haus in Hausen stieß auf großes und reges Interesse. Einrichtungsleiter Frank-Ulrich Kron begrüßte und stellte das Haus vor. Über- regionales Alleinstellungsmerkmal und wahrscheinlich einzigartig sei der „Karibik- raum“ mit Vitamin D-Therapie. Er dient zur Entspannung und Beruhigung von an Demenz erkrankten Menschen — und leistet einen Beitrag gegen die Winter- Depression. Nach thematischer Einführung durch Landrat Achim Hallerbach über die Angebote, Hilfen und Versorgungsstrukturen im Landkreis Neuwied, erläuterte Dr. Reinhard Fröder das medizinische Krankheitsbild Demenz. Als Leitender Oberarzt und kommissarischer Chefarzt des Marienhaus-Klinikums St. Antonius Waldbreitbach, gab er einen Rund-um-Blick in Diagnose, Therapie und Prävention. Seine jahr- zehntelange Erfahrung aus der Demenzarbeit und Psychiatrie bringen wichtige Erkenntnisse für die tägliche Arbeit. Wichtig ist eine gründliche Diagnostik, damit eine richtige und gute Therapie entwickelt werden kann. Besonders erwähnenswert ist die ihm angegliederte Institutsambulanz. Arzt und Sozialarbeiter oder Krankenschwester kommen direkt ins Haus zu den Demenzerkrankten, um Bewertung und Untersuchung durch- zuführen, damit die betroffene Person geringeren Belastungen ausgesetzt wird. Überweisung vom Hausarzt oder Facharzt ist ausreichend. Landrat Hallerbach dankte der Nekis, dem Ambulanten Dienst Hausen, der Compass Private Pflegeberatung, dem Pflegestützpunkt und der Lokalen Allianz für Menschen mit Demenz für die aus seiner Sicht „ausgesprochen gute, informative Veranstaltung“. Text und Bild: Landrat Achim Hallerbach auf Facebook