Claudia Pauly und Veronika Bahr in

wohlverdienten Ruhestand verabschiedet

16.5.2019 | „Zwei prägende Frauen der Caritas in Neuwied verlassen den Verband.“ — Dienststellenleiterin Claudia Pauly und „Urgestein“ Veronika Bahr wurden jetzt in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Viele Gäste waren am 7. Mai zur Abschiedsfeier in die Katholische Familienbildungsstätte gekommen, um sich bei Claudia Pauly und Veronika Bahr zu bedanken und ihnen für ihre Zukunft alles Gute zu wünschen. Die scheidenden Leiterinnen Claudia Pauly (rechts) und Veronika Bahr (zweite v. rechts) vor dem Bildnis der Hl. Elisabeth, Schutzpatronin der Caritas. Zusammen mit Caritasdirektor Eberhard Köhler (hinten rechts) und Werner Hammes, Vorsitzender des Caritasverbands Rhein-Wied-Sieg e.V., sowie den beiden neuen Fachteamleiterinnen Sonja Maibach (links) und Ulrike Proft (Mitte). | Foto: Stephan Bahr Nach dem Wortgottesdienst, der von Pastoralreferent Bernd Wagener, zugleich Vorsitzender des Caritasrates, geleitet wurde, begrüßte Werner Hammes, Vorsitzender des Caritasverbands Rhein-Wied-Sieg e.V., die zahlreich erschienen Gäste: Vertreter aus Politik und Öffentlicher Verwaltung, aus den Kirchen und anderen Wohlfahrtsverbänden, haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Caritas — und sogar die beiden Fürstinnen. Wäre es nach Pauly und Bahr gegangen, hätte man auf den großen Rummel zu ihrer Verabschiedung auch verzichten können. Aber dafür war ihr langjähriges Wirken als „Caritäter“ in Neuwied zu wichtig. Dechant Thomas Darscheid fasste es treffend zusammen: „Sie haben der caritativen Arbeit in Stadt und Kreis Neuwied ein Gesicht gegeben! Auf unprätentiöse Weise, stets dem Menschen zugewandt.“ Fotos: Stephan Bahr, Sohn von Veronika Bahr, und Winfried Pauly, Ehemann von Claudia Pauly | 22 Bilder Vor 27 Jahren hatte Claudia Pauly Anfang Mai 1992 bei der Caritas in Neuwied im Arbeitsbereich „Sozialpädagogische Schulaufgabenhilfe“ angefangen, arbeitete dann in der „Schuldner- und Insovenzberatung“, übernahm 1997 die Leitung des Fachbereichs „Soziale Dienste – Existenzsicherung und Integration“ und im Jahr 2008 zusätzlich die Leitung der Geschäftsstelle Neuwied. „Urgestein“ Veronika Bahr war bereits Mitte Mai 1978 in der Familen- und Jugend- hilfe aktiv, 1989 übernahm sie die Fachteamleitung „Ambulante Kinder- und Jugend- hilfe“ und übte diese Funktion bis zu ihrem Renteneintritt aus. Damit kann Veronika Bahr ganze 41 von bald 100 Jahren Caritasgeschichte in Neuwied überblicken (der Verband wurde am 19. November 1919 gegründet), und erinnerte z.B. an das „Café“ für Obdachlose im damaligen Treppenhaus als Wurzel der heutigen Tagesstätte „Schöppche“. Immer wieder galt es für die beiden Frauen, Lösungen für neue Problemsituationen zu finden und Herausforderungen zu meistern, zuletzt etwa auf den großen Anstieg von Flüchtlingen und Migranten offen und hilfreich zu reagieren. — Dabei war der Caritasverband nicht selten auf eine gedeihliche Zusammenarbeit mit der Öffent- lichen Verwaltung angewiesen. In diesem Sinne bedankte sich Oberbürgermeister Jan Einig für „viele Jahre konstruktives Miteinander“, und Landrat Achim Hallerbach erinnerte sich schmunzelnd daran, wie sowohl Bahr als auch Pauly „auf ihre eigene Art“ für die Dinge eintraten, die ihnen wichtig waren. „Es wird einiges geben, das man noch lange mit ihrem Namen in Verbindung bringen wird“, zeigte sich Hallerbach überzeugt. Die tiefe zwischenmenschliche Verbindung der beiden angehenden Renterinnen mit der Mitarbeiterschaft brachte die Vorsitzende der Mitarbeitervertretung Andrea Wilberg mit sehr warmherzigen Worten und einem Vergleich mit der Crew des „Raumschiffs Enterprise“ zum Ausdruck. Caritasdirektor Eberhard Köhler fand zwischen den verschiedenen Gruß- und Dankesbeiträgen immer wieder humorvolle und hintergründige Worte. So seien Pauly und Bahr „zwei Meisterinnen“ gewesen, die ihn selbst in „Form gebracht“ hätten. Insbesondere Claudia Pauly als Dienststellenleiterin dankte er für deren Beistand in schweren Zeiten des Verbands. Köhler betonte: „Es ist gut und richtig, Euch heute in den Mittelpunkt zu stellen!“ — Und verlieh beiden Frauen die Ehrennadel der Caritas in Gold. — Im Hinblick auf die anstehende 100-Jahr-Feier des Verbands meinte Köhler dann noch, mit einem Zwinkern in den Augen: „Wir rechnen fest mit euch!“ Die beschwingte musikalische Begleitung der gesamten Veranstaltung hatte sehr gerne Alois Müller am E-Piano übernommen. | Foto: Winfried Pauly Zwei „neue Frauen“ treten jetzt in die Fußstapfen: Sonja Maibach übernimmt als Nachfolgerin von Claudia Pauly die Fachteamleitung „Soziale Dienste – Existenz- sicherung und Integration“, und Ulrike Proft folgt auf Veronika Bahr als Fachteam- leiterin der „Ambulanten Kinder- und Jugendhilfe“. — Die Feier in der Katholischen Familienbildungsstätte war neben der Verabschiedung der „Alten“ eine gute Gelegenheit, die „Neuen“ der Öffentlichkeit vorzustellen. „Denn jedem Abschied wohnt ein Anfang inne.“
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