Caritas trauert um Manfred Hübinger

Mitbegründer des „Schöppche“ für Wohnungslose und

Menschen in Not ist Mitte Oktober verstorben

24.10.2019 | Viele, viele Jahre war sein Name untrennbar mit dem Caritasverband in Neuwied verbunden: Am Sonntag, 13. Oktober 2019 verstarb Manfred Hübinger im Alter von 67 Jahren unerwartet an einer unheilbaren Krankheit. Vom 1. April 1976 bis zum Eintritt ins Rentenalter am 31. Dezember 2015 war Manfred Hübinger als Sozialarbeiter beim Caritasverband in Neuwied tätig: in der Allgemeinen Sozialberatung, der Asyl- und Flüchtlingshilfe, der offenen Altenarbeit, in der Gemeindecaritas, und in den letzten Jahren auch in der Schwangerschafts- beratung. Sein größter Verdienst, und wahrscheinlich auch eine seiner größten Herzens- angelegenheiten, war der Aufbau und die jahrelange Begleitung des „Schöppche“, der Caritas-Tagesstätte für Wohnungslose und Menschen in Not — eine seit inzwischen über 25 Jahren nicht mehr aus Neuwied wegzudenkende niedrig- schwellige Einrichtung für Menschen am Existenzminimum. Für die große Gruppe der im „Schöppche“ engagierten Ehrenamtlichen war Hübinger als hauptamtlicher Begleiter ständiger Ansprechpartner. Neben seiner Tätigkeit als Sozialarbeiter beim Caritasverband war Manfred Hübinger, nach seiner Weihe zum Diakon im Jahr 1997, als Seelsorger zunächst im Bistum Limburg tätig, ab 2012 im Bistum Trier in der Pfarreiengemeinschaft Neuwied. Über viele Jahre feierte er am Heilig Abend einen Gottesdienst mit „seinen“ wohnungslosen Menschen — und verband so seine seelsorgerliche Tätigkeit mit seinem sozialarbeiterischen Engagement für die „Menschen am Rande“. Der Caritasverband in Neuwied hat Manfred Hübinger viel zu verdanken — und die ehemaligen Kollegen, haupt- wie ehrenamtliche Mitarbeiter, trauern um einen geschätzten Freund, ein „Urgestein“ der Caritas in Neuwied.