Infostände in Neuwied, Linz und Asbach

informierten über Gewalt an Frauen

13.1.2020 | Anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt gegen Frauen informierte das Netzwerk Gewalt in der Neuwieder und Linzer Innenstadt sowie im Vorteil-Center Asbach über Hilfeeinrichtungen im Landkreis. Infostand in Asbach. Im Netzwerk Gewalt arbeiten Hilfeorganisationen, Jugendämter, Polizei, Frauen- organisationen und Gleichstellungsbeauftragte zusammen mit dem Ziel, betrof- fenen Frauen Auswege aus der Gewaltspirale aufzuzeigen und die Öffentlichkeit für das Thema zu sensibilisieren. Infostand in Linz. Die Infostände wurden von den Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitikern unterstützt, weil Gewalt in engen sozialen Beziehungen nicht selten mit massiver Körperverletzung, psychischem Terror oder gar Mord endet. Infostand in Neuwied. „Als wir die Besucherinnen und Besucher der Infostände die Fallzahlen der polizei- lichen Meldungen schätzen ließen, waren viele entsetzt, dass es fast 300 Meldungen pro Jahr im Landkreis und der Stadt Neuwied sind“, so Doris Eyl-Müller, Gleich- stellungsbeauftragte des Landkreises. „Nicht selten werden mit dem Thema Gewalt große Städte assoziiert. Das ist leider ein Trugschluss. Gewalt als Mittel der Konflikt- lösung zieht sich immer noch in allen Regionen durch alle Gesellschaftsschichten“, so die Gleichstellungsbeauftragte weiter. Mit den auffallenden Brottüten: „Gewalt kommt uns nicht in die Tüte“, versuchte das Netzwerk, die Aufmerksamkeit der Passantinnen und Passanten zu erreichen, mit dem Nebeneffekt, dass mit der Brottüte gleich die Telefonnummern der Hilfe- einrichtungen mitgeliefert wurden. Dank der guten Zusammenarbeit und dem Gewaltschutzgesetz können heute Betroffene vergleichsweise unbürokratisch Hilfe bekommen und das Thema Gewalt in engen sozialen Beziehungen ist kein Tabu-Thema mehr. „Aber die verbesserte Situation darf nicht darüber hinweg täuschen, dass Plätze in Frauenhäusern rar sind. Gerade die Beratungsstellen müssen großen Aufwand betreiben, um eine Zuflucht für Betroffene zu finden“, so die Gleichstellungsbeauftragte.