3. Neuwieder Elisabeth-Tag
und Mitgliederversammlung mit Wahl des Caritasrates
Der „3. Neuwieder Elisabeth-Tag“, eine gemeinsame Veranstaltung des „Caritasverbandes Rhein-Wied-Sieg e.V.“, des „Kreuzbundes Neuwied“, des „Malteser Hilfsdienstes e.V.“ sowie des „Sozialdienstes Katholischer Frauen und Männer“ fand am 17. November 2011 im Berufsbildungswerk Heimbach-Weis statt.
Überschrieben war die Veranstaltung mit dem Thema des Vorbereitungsjahres zur „Heilig Rock-Wallfahrt“: „Und führe zusammen, was getrennt ist“. Es ging konkret um Inklusion statt sozialer Exklusion – also um einen Beitrag zu einer inklusiven Gesellschaft, gerade in dem der Skandal der sozialen Exklusion offen angesprochen wird. Dieser Aufgabe stellte sich Pastoralreferent Heribert Böttcher, der das Problem der in den letzten Jahren gewachsenen Exklusion von Menschen mit dem Motto der Wallfahrt zum Heiligen Rock verband. Der Heilige Rock steht als Symbol für seinen Träger, für den Messias Jesus, der Menschen aus Ausgrenzungen befreit und zusammen geführt hat, damit sie solidarisch Mensch werden können.
Kritisch setzte sich Böttcher mit einer neoliberalen Orientierung auseinander, die die soziale Exklusion verschärfe. Zugleich machte er auf die problematische Seite der Inklusion aufmerksam, da sie über den Arbeitsmarkt vermittelt werde. Der Arbeitsmarkt entscheide, wer ausgegrenzt wird und wer teilhaben kann. Die Krise des Kapitalismus verschärfe die Problemlagen von Menschen. Im „Heiligen Rock“ sieht Heribert Böttcher ein Symbol der Rettung. Vom „Heiligen Rock“ heißt es, er sei „von oben her ganz durchwebt und ohne Naht“ (Joh. 19,23): „Was rettet, ist die nahtlose Solidarität.“
Die Aufgabe der Kirche sieht Böttcher darin, Anwalt der Ausgeschlossenen zu sein und im tastenden Versuch, solidarisch Mensch zu werden.
Im Anschluss an den „Neuwieder Elisabeth-Tag“ fand die Mitgliederversammlung des „Caritasverbandes Rhein-Wied-Sieg e.V.“ statt. Wichtiger Tagesordnungspunkt hierbei war die Neuwahl zum Caritasrat. Gewählt wurden (in der Reihenfolge der erhaltenen Stimmen): Franz-Josef Gokus (Daaden, zugleich hauptamtlicher Mitarbeiter in Betzdorf), Claudia Pauly (Saffig, zugleich hauptamtliche Mitarbeiterin und Dienststellenleiterin in Neuwied), Bernhard Wagener (Herdorf), Frank-Ulrich Kron (Daaden), Elisabeth Fuchs (Herdorf), Dorothee Andrzejewski (Grünebach), Peter Andrzejewski (Grünebach), Werner Zöller (Betzdorf), Ute Heinrichs (Neuwied), Michael Heukäufer (Kirchen), Karin Siebertz (Linz), Gudrun Sevenich (Leutesdorf) und Gabriele Hartenfels (Neuwied). Am 5. Dezember 2011 findet die konstituierende Sitzung statt, dann wird der Vorstand gewählt und vier weitere Kandidaten rücken nach.