Migrationsspezifische Aspekte der Gesundheit: Chancen

und Herausforderungen

Vertreter von Migrationsfachdiensten, Gesundheitsamt und Pflegestützpunkt

widmen sich dem Thema und gründen neuen Arbeitskreis

20.9.2022 | Derzeit sind etwa 3,4 Millionen Menschen in Deutschland pflegebedürftig im Sinne des Sozialgesetzbuches. Etwa 10% der Pflegebedürftigen haben einen Migrationshintergrund. Da die Zahlen der Pflegebedürftigen zukünftig deutlich steigen werden, steigt auch der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund. Diese Entwicklung beinhaltet verschiedene Herausforderungen und wirft viele Fragen auf: für Pflegebedürftige und deren Angehörige, Pflegestützpunkte und Gesundheitsämter, aber auch nicht zuletzt für Migrationsfachdienste. Eine davon ist, die Versorgung so zu gestalten, dass diese auch die sozialen, kulturellen, religiösen und sprachlichen Bedürfnisse unterschiedlicher Migranten- gruppen beachtet. Auf dem Foto (von links nach rechts): Olga Scott (Caritasverband Neuwied), Rita Hoffmann-Roth und Christina Wischer (Gesundheitsamt Neuwied), Julia Lebzak (AWO Rheinland e.V.) Angela Kurtscheid (Pflegestüztpunkt I Neuwied), Martina von Berg (Caritasverband Neuwied). Der Migrationsdienst des Caritasverbands Neuwied hat daher gemeinsam mit der Migrations- beratung der AWO Rheinland e.V., dem Gesundheitsamt und dem Pflegestützpunkt ein Netzwerk- treffen organisiert: „Migration und Gesundheit“ ist ein Arbeitskreis, der verschiedene Akteure zusammenbringt und einen Rahmen für den fachlichen Austausch bietet. Habe ich den Zugang zu Pflegeversicherung? Bekommen ich die Pflegeleistung, wenn ich ins Ausland ziehe? Wie sieht das Gesundheitssystem in Deutschland aus? Was sind die Vorsorgeuntersuchungen? Was für eine Bedeutung hat mein Aufenthaltstitel dabei? Fragen über Fragen, die aus Sicht der Fachexperten nicht unbeantwortet bleiben dürfen. Hinzu kommt, dass die Gesundheit ein sehr sensibles Thema ist. Unwissen, aber auch Skepsis gegenüber den Hilfsangeboten von Menschen, die einen anderen kulturellen Hintergrund haben als Betroffene selbst, sind nicht zu unterschätzen. Veranstaltungen, Maßnahmen und Aktionen, die dem Abbau von Zugangsbarrieren, wie Informationslücken, Sprach- und Kommunikationsprobleme oder auch Vorbehalte oder gar Misstrauen gegenüber dem deutschen Hilfs-, Versorgungs- und auch Gesundheitssystem dienen, stehen im Fokus des Arbeitskreises. Dieses Netzwerktreffen ist eins von zahlreichen Projekten, die aus der Arbeit an der Umsetzung des Neuwieder Integrationskonzeptes entstanden ist.

Migrationsspezifische Aspekte

der Gesundheit: Chancen und

Herausforderungen

Vertreter von Migrationsfachdiensten,

Gesundheitsamt und Pflegestützpunkt

widmen sich dem Thema und gründen

neuen Arbeitskreis

20.9.2022 | Derzeit sind etwa 3,4 Millionen Menschen in Deutschland pflegebedürftig im Sinne des Sozialgesetzbuches. Etwa 10% der Pflegebedürftigen haben einen Migrations- hintergrund. Da die Zahlen der Pflege- bedürftigen zukünftig deutlich steigen werden, steigt auch der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund. Diese Entwicklung beinhaltet verschiedene Herausforderungen und wirft viele Fragen auf: für Pflegebedürftige und deren Angehörige, Pflegestützpunkte und Gesundheitsämter, aber auch nicht zuletzt für Migrationsfachdienste. Eine davon ist, die Versorgung so zu gestalten, dass diese auch die sozialen, kulturellen, religiösen und sprachlichen Bedürfnisse unterschiedlicher Migrantengruppen beachtet. Auf dem Foto (von links nach rechts): Olga Scott (Caritas- verband Neuwied), Rita Hoffmann-Roth und Christina Wischer (Gesundheitsamt Neuwied), Julia Lebzak (AWO Rheinland e.V.) Angela Kurtscheid (Pflegestüztpunkt I Neuwied), Martina von Berg (Caritasverband Neuwied). Der Migrationsdienst des Caritasverbands Neuwied hat daher gemeinsam mit der Migrationsberatung der AWO Rheinland e.V., dem Gesundheitsamt und dem Pflegestütz- punkt ein Netzwerktreffen organisiert: „Migration und Gesundheit“ ist ein Arbeitskreis, der verschiedene Akteure zusammenbringt und einen Rahmen für den fachlichen Austausch bietet. Habe ich den Zugang zu Pflege- versicherung? Bekommen ich die Pflege- leistung, wenn ich ins Ausland ziehe? Wie sieht das Gesundheitssystem in Deutschland aus? Was sind die Vorsorgeuntersuchungen? Was für eine Bedeutung hat mein Aufenthaltstitel dabei? Fragen über Fragen, die aus Sicht der Fachexperten nicht unbeantwortet bleiben dürfen. Hinzu kommt, dass die Gesundheit ein sehr sensibles Thema ist. Unwissen, aber auch Skepsis gegenüber den Hilfsangeboten von Menschen, die einen anderen kulturellen Hintergrund haben als Betroffene selbst, sind nicht zu unterschätzen. Veranstaltungen, Maßnahmen und Aktionen, die dem Abbau von Zugangsbarrieren, wie Informationslücken, Sprach- und Kommunikationsprobleme oder auch Vorbehalte oder gar Misstrauen gegenüber dem deutschen Hilfs-, Versorgungs- und auch Gesundheitssystem dienen, stehen im Fokus des Arbeitskreises. Dieses Netzwerktreffen ist eins von zahlreichen Projekten, die aus der Arbeit an der Umsetzung des Neuwieder Integrationskonzeptes entstanden ist.